Céléstin Freinet (1896-1966) begann sich in den 20er-Jahren als Dorfschullehrer in Bar-sur-Loup (Frankreich) mit reformpädagogischen Ideen auseinanderzusetzen. Elise Lagier Bruno, (1898-1983), seine spätere Frau, Lehrerin und Holzschnittkünstlerin, arbeitete von 1926 an mit Freinet zusammen und bereicherte das pädagogische Konzept vor allem im musisch-künstlerischen Bereich. Durch den Zusammenschluss mit Gleichgesinnten legten Elise und Célestin Freinet von Anfang an die Basis für eine permanente Weiterentwicklung einer Pädagogik für die Moderne Schule (Ecole Moderne).
Damals wie heute verändern diese Lehrerinnen und Lehrer ihre Praxis, suchen und entwickeln geeignete Materialien und Techniken und bilden sich an selbstorganisierten Treffen weiter. Seit den Anfängen bestehen Kontakte über die Landesgrenzen hinaus.
Auch in die Schweiz. Am 9. Schweizerischen Freinet-Kongress in Yverdon im Mai 1998 haben sich die Westschweizer- und die Deutschschweizer-Gruppen zusammengeschlossen zum Verein Freinet Gruppe Schweiz - Groupe Suisse de l?Ecole Moderne FGS/GSEM.
Die Freinet-Pädagogik ist eine praktische Sache, die direkte Umsetzung steht im Zentrum. Sie versteht sich auch als Reformansatz innerhalb der Staatsschule.

